Mittwoch, 3. November 2010

NACHTVOGEL

Der Nachtvogel kommt
Und küsst meine Wimpern
Während ich schlafe
Meine Seele löst sich von mir
Gleitet auf seinen Rücken
Und schon fliegt er davon
Ich sehe die Welt
Unter mir dahinschwinden
Durch den Nebel
Dann sehe ich ein Tor
Und erkenne jenes
Das zu deinen Träumen führt
Wie ein schwarzer Schatten
Schwingt sich der Vogel hindurch
Es ist nicht mehr weit
am Horizont zwischen den Sternen
erkenne ich eine Gestalt
Körperlos leuchtend in der Dunkelheit
Der Vogel umkreist sie
Ich lasse mich fallen schwebe
Durch die kalte Luft
Sanft in deine Arme
Die mich fest umschlingen
Um mich nicht mehr gehen zu lassen
Wir träumen aber wissen
In der Wirklichkeit wird es nicht anders sein
Du wartest auf mich
Ich warte darauf zu dir zurückzukehren
Und bis die Zeit vergeht
Träumen wir gemeinsam unseren
Ewigen Traum vom Vogel
Der Nacht der unsere Seelen
Zusammengeführt hat
Noch ehe wir uns kannten

09. Oktober 1998

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