Wir befinden uns
beide in der Schwebe
wir spüren beide
dasselbe und
wollen es beide
doch keiner hat
den Mut den ersten
Schritt zu tun
das Verlangen
steigert sich
deine Augen
sprechen Bände
dein Lächeln
wird verführerisch
doch nur für
meine Augen
und das Fordern
das in dir lodert
ist kaum zu
übersehen
die Kontrolle
über das Gefühl
entschwindet
und wir werden
beide schwach
doch keiner
traut sich es dem
anderen zu gestehen
Worte die in den
Augen viel mehr
Ausdruck finden
und doch gesprochen
werden sollten
doch unsere Kehlen
sind wie zugeschnürt
denn die Herzen
klopfen bis zum
Hals der nicht
fähig ist einen Ton
wiederzugeben
der Goldregen
flimmert im Bauch
und in deinen
Augen leuchten
die Träume
die in meinem
Herzen ruhen
doch unsere Hände
liegen nebeneinander
ohne sich zu berühren
unsere Augen
sehen sich an
und aneinander
vorbei denn
die Angst vor
Enttäuschung
lähmt den
Ausdruck unserer
Empfindung
und so warten
wir schweigend
dass das erste
Wort gesprochen wird
15. Juli 1997
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